Rumäniens Notfellchen und das Gogu-Shelter mit Daniela

Liebe Freunde, liebe Mitstreiter, liebe Helfer- und innen, liebe Interessierte

Daniela Sandoiu beherbergt ca. 400 Hunde, einige Katzen, Ziegen und ein Pferd.

All diese Tiere wurden vor einem grauenvollen Tod gerettet.

Das Pferd wurde schwerst misshandelt gefunden, konnte nicht mehr stehen, war völlig kraftlos und durch die viel zu schwere Arbeit auf dem Acker ausgemergelt.

Es „taugte“ nichts mehr.

Es sollte sterben.

Unter Tierschützern vor Ort ging ein Hilferuf herum. Daniela hörte ihn. Daniela rettete das Tier mit Tränen in den Augen. Bilder davon möchten wir euch gerne ersparen.

Andere Pferde haben es trotz aller Anstrengungen nicht mehr geschafft. Es gab für sie keine Menschen mit offenen Augen und einem guten Herzen.

Die Ziegen. Nur ein paar Tage alt, ungewollt, ungeplant. Sie sollten erschlagen werden, weil zu nichts nutze. Weil es Geld gekostet hätte.

Daniela hat davon gehört. Daniela konnte einige retten. Sie hat sie mit der Flasche aufgepäppelt. Sie bekamen Liebe und Zuneigung.

Die Katzen, die Hunde. Welpen und Kitten, ungewollt, weil die eigenen Tiere nicht kastriert werden.

Weil die kostenlosen Angebote einiger Tierschützer zur Kastration nicht angenommen werden.

Sie werden in einem Karton aufs Feld geworfen. In den Wald. Irgendwo, weit weg von jeder Zivilisation, damit sie auch wirklich qualvoll sterben ohne, dass sie wer hört.

Hunde aus dem Tötungsshelter in Buzau, der nächstgelegenen Stadt. Nach 14 Tagen ohne Interessenten werden die Tiere dort hingerichtet. Ja genau. Hingerichtet. Nicht human eingeschläfert. Auch davon wollen wir euch Bilder ersparen, die einen nur restlos verstören.

Daniela war 10 Jahre in Italien. Sie hat gearbeitet und jeden Cent gespart. Sie kam in ihre Heimat zurück, hat ein kleines Grundstück gekauft und begonnen, mit ihrem Lebensgefährten ein Haus zu bauen. Sie legten sich einen Garten an mit Wein, Gemüse und Obst.

Dann fand sie GOGU.

Hilflos auf der Straße. Von einem Auto überfahren.

Sie konnte ihn nicht hilflos dort liegenlassen. Sie nahm ihn mit, ließ ihn ärztlich versorgen und kümmerte sich liebevoll um ihn.

Von diesem Tag an hatte das Schicksal Daniela gefunden. Woche für Woche fand sie mehr Tiere. Woche für Woche erfuhr sie, wie unmenschlich der Umgang mit den so liebevollen und duldsamen Tieren in ihrem Land war.

Sie stellte sich dagegen. Sie begann für die Tiere zu kämpfen. Für sie zu schreien. Um sie zu weinen. Heimatlose und verletzte Tiere nahm sie bei sich auf. Auf ihrem eigenen Gelände. Päppelte sie. Kümmerte sich um sie. Ließ ihnen ärztliche Hilfe zukommen. Und nach und nach wurde der Garten umgenutzt. Zwinger und Gehege wurden gebaut. Sie hatten keine Hilfe.

Wo auch immer Tieren Ungerechtigkeit widerfährt, ist Daniela da. Eine Tierschützerin mit dem größten Herzen, das man je gesehen hat. Sie erlebt so viel Leid. Sie redet mit den Menschen. Versucht sie zu überzeugen, ihren eigenen Tieren zu helfen. Sie kämpft und setzt sich für den Tierschutz in Rumänien ein.

Ihr Lebensgefährte steht zu einhundert Prozent hinter ihr und unterstützt sie, wo auch immer er kann.

So kam es mit den Jahren, dass ca. 400 Tiere ein Obdach bei ihnen gefunden hatten.

Und so kam es, dass die Beschwerden der Nachbarn immer mehr wurden. Sie rückten mit Presse und Polizei vor, versuchten, die Hunde zu vergiften.

Nachdem etliche Strafen verhängt wurden wegen der Lautstärke und dem Geruch, hat Daniela endlich ein Gelände gefunden, um die Tiere umzusiedeln.

Das Gelände ist nicht erschlossen, aber es ist weit entfernt von allen Menschen. Die Hälfte der Tiere wurde schon umgesiedelt, die andere Hälfte muss dringend noch hin.

Ich, Steffi, kenne Daniela und ihren Mann seit nunmehr fast 4 Jahren, bin regelmäßig vor Ort und versuchte seit dieser Zeit, sie zu unterstützen. Mit Spendenaufrufen oder Hilfen für Futter, aber auch der Patenschafen einiger ihrer Tiere. Ich habe die Homepage „Rumäniens-Notfellchen“ für sie aufgebaut und eine Facebookseite für sie erstellt, als es das Gogu-Shelter noch nicht gab. So konnte ich einige Menschen erreichen und auf Daniela aufmerksam machen.

Ohne weitere Unterstützung, also nur als Privatperson, sind leider schnell Grenzen in der Hilfsbereitschaft erreicht.

Aus diesem Grund freue ich mich heute mitteilen zu dürfen, dass ich den gemeinnützigen Verein: „Tierhilfe Costa del Almeria“ als Partner gefunden habe. Die Tierhilfe Costa del Almeria engagiert sich seit 10 Jahren erfolgreich in Spanien. Dort unterstützen sie ein großes Shelter und helfen bei der Vermittlung, beim Futter für die Tiere und der Bezahlung der medizinischen Behandlungen aller dortigen Tiere, sowie bei Kastrationsaktionen. Wir übernehmen gemeinsam Verantwortung für den Aufbau des Gogu-Shelter und heißen zukünftig: „Rumäniens Notfellchen by Tierhilfe Costa del Almeria“

Danke an Elke Walbert, Bettina Keller und Kristina Haag für das großartige Vertrauen, welches sie in mich setzen!

Unsere gemeinsamen Ziele für das Gogu-Shelter und Daniela sind:

  • Alle Tiere ins Gogu-Shelter verbringen
  • Die Versorgung mit Futter und Wasser sicherstellen
  • Einen Tierpfleger bezahlen

An dieser Stelle bedanke ich mich bei allen die uns begleiten, die uns unterstützen und Daniela vor Ort helfen! Die sich nicht unterkriegen lassen von den unwegsamen Bedingungen, die nach Rückschlägen wieder aufstehen und wieder mit anpacken. Jeder einzelne ist so wertvoll!!

Damit wir einen gemeinsamen und guten Start haben, wurde zuerst eine Bestandsaufnahme gemacht. Es gibt ein eigenes Konto für Daniela und der Zusammenschluss ist bei allen zuständigen Ämtern beantragt. Es ist nun wichtig, jede Hilfe zu kanalisieren und zusammenzufassen, damit wir immer wissen, auf welchem Stand die Dinge sind. Und Daniela kann sich dann auf das konzentrieren, was ihr  so wichtig ist: Die Hilfe vor Ort und für die Tiere, die in ihrer Obhut sind.

Was müssen wir angehen: Wir brauchen Spenden und Sponsoren für:

  • Gehege bauen für 400 Tiere, mit festem Boden und Überdachung
  • Eine Möglichkeit um jederzeit an Frischwasser zu kommen
  • Stromversorgung, damit es Licht gibt im Shelter
  • Eine befestigte Zufahrt zum Shelter
  • Regelmäßiges Futter für die Tiere
  • Ärztliche Versorgung für die Tiere
  • Einstellung und Bezahlung für einen Tierpfleger

Es ist eine Menge zu tun.

Packen wir es an.

Gemeinsam.